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History
Einen Buggy zu fahren ist pure Freude - und wer es probiert hat, weiß wovon wir reden.
Aber dies war nicht immer so, denn dieser Fahrzeugtyp glänzte in seinen Anfangszeiten allerhöchstens durch seine Optik, technisch gesehen waren die ersten Modellserien eher eine Katastrophe.

Die Gründe hierfür lagen meist an den ausgesprochen schlechten Material- und Fertigungsqualitäten der überwiegend chinesischen Hersteller. So war es anfangs dann auch nicht verwunderlich, daß viele Fahrten oftmals schon nach wenigen Kilometern ein jähes Ende fanden.
Um dennoch nicht auf ihren Spaß verzichten zu müssen, blieb den gefrusteten Besitzern letztendlich nur Eines übrig: selbst Hand anlegen und die Mängel beseitigen.

Über Jahre hinweg erfolgten unzählige Tüfteleien und Änderungen, angefangen vom Austausch maroder Dichtungsringe bis hin zum Einbau einer funktionierenden Elektrik. All dies sorgte mit der Zeit dafür, daß die Zuverlässigkeit vieler Buggymodelle nach und nach verbessert wurde. Selbst einigen Chinesen wurde gezeigt, wie man es richtig macht – wenn auch mit wechselndem Erfolg.
Irgendwann konnte man es dann aber doch riskieren, auch weiter entferntere Ziele anzusteuern – zwar hatte man noch immer dieses „hält´s wohl diesmal?-Gefühl“ im Nacken, aber immerhin, die Ausfälle wurden weniger.

2007 war es dann soweit. Zwei Buggy-Enthusiasten wollten sich nicht mehr nur mit Strecken von ein paar Hundert Kilometern begnügen und planten eine nahezu wahnwitzige Tour, um endlich diesen „Mythos der Unmöglichkeit“ zu besiegen. Die Idee einer „Buggy-Trophy“ war geboren und als Ziel wurde die Umrundung Korsikas inklusive Hin- und Rückfahrt von und nach Deutschland festgesetzt.

Unter Szenekennern sorgte dieses Vorhaben für reichlich Gesprächsstoff (und genauso viel Gelächter), betrug doch die geplante Strecke satte 3500-4000 Kilometer, eine Distanz, von der man in Buggykreisen bis dato nicht mal zu träumen gewagt hatte. Dennoch, einen Versuch war es wert und nach kurzer Zeit fanden noch 3 weitere Mitfahrer den Weg ins Team, bereit, sich ebenfalls dieser Herausforderung zu stellen.

Nach mehreren Monaten der Vorbereitung und Planung war es dann soweit und der aus 5 Fahrzeugen bestehende Konvoi startete am 10. Mai 2008 nahe Stuttgart zur längsten Buggy-Trophy der Welt.

Den Verlauf der Tour haben wir auf diesen Seiten dokumentiert. Rückblickend betrachtet, war es - ohne Servicefahrzeug und nur mit Zelt und Schlafsack gerüstet - sicherlich ein echter Husarenstreich, der aber trotz aller Bemühungen und guter Planung jederzeit ein schnelles Ende hätte finden können.
Fahrer, Fahrzeuge und Material wurden während dieser 3-wöchigen Tour oftmals auf extrem harte Proben gestellt, zu deren Highlights sicherlich Korsikas Jahrhundertregen zählt.

Jetzt, nachdem wir die Trophy erfolgreich bewältigt haben, sind wir natürlich mächtig stolz. Zwar möchten wir nun nicht behaupten, die Vorreiter für Buggy-Langstreckentouren zu sein, aber wir wissen, daß der erfolgreiche Abschluß unserer Tour auch international bei zahlreichen Buggyfahrern das Vertrauen in ihre Fahrzeuge gestärkt und einen spürbaren Trend zu derartigen Exkursionen bewirkt hat. Wir erhielten viel Lob und unzählige Anfragen bezüglich unserer Fahrzeuge sowie unserer spartanischen aber zweckmäßigen Ausrüstung und wir können abschließend immer wieder nur Eines betonen:
man kann fremde Länder sicherlich weitaus bequemer und luxuriöser bereisen, aber mit dem Buggy ist und bleibt eine solche Tour nicht nur ein einzigartiges Erlebnis, sondern auch ein echtes Abenteuer!

Doch damit sollte es noch nicht zuende sein. Eine Neuauflage der Corsica-Tour fand im Mai/Juni 2009 statt. Wiederum nur mit dem Hab und Gut, was sich verkehrssicher auf dem Buggy verstauen liess. Es hat sich gezeigt, dass auch ein zweites Mal nicht unbedingt besser laufen muss als das erste: Ein Fahrzeug musste nach einem Motorschaden aufgeben, noch bevor die Insel erreicht wurde. Die übrigen waren durch Reifenverschleiss und Brüche an Federbeinen, Rahmen oder Radnaben beeinträchtigt.

Eines ist sicher: Es wird weitergehen, auch wenn 2010 ein Jahr ohne Trophy werden wird.
Last modified
07 April 2010